Tarifverhandlungen

Kunststoffarbeitnehmer fordern 6 % mehr Entgelt!

Kunststoffindustrie: IG BCE fordert 6 Prozent mehr Entgelt, Verdoppelung des Urlaubsgeldes, Weiterentwicklung der Sozialpartnerveranstaltungen und die Schaffung von Generationentandems.

Die Entgelte und die Ausbildungsvergütungen der rund 6000 Beschäftigten der kunststoffverarbeitenden Industrie in Hessen sollen um 6% steigen. Mit dieser Forderung an die Arbeitgeber geht die Tarifkommission der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) in die nun eröffnete Tarifrunde. Die Gewerkschaft will zudem erreichen, dass das zusätzliche Urlaubsgeld verdoppelt wird. Außerdem fordert sie, die erfolgreichen Sozialpartnerveranstaltungen weiterzuentwickeln sowie die Schaffung von Generationentandems.

Bei einem Generationentandem bilden ein unbefristet übernommener Auszubildender und ein in geförderter Altersteilzeit befindlicher Arbeitnehmer ein Tandem, bei dem das Wissen und die Erfahrungen des älteren Arbeitnehmers an den jüngeren weitergegeben werden. Mit diesem Vorgehen wird das Wissen gezielt im Betrieb gehalten und jungen Arbeitnehmern eine sichere Zukunftsperspektive gegeben. Ebenso erlaubt es älteren Arbeitnehmern Belastungen und Arbeitszeit vor Renteneintritt zu reduzieren ohne dabei größere Entgeltverluste hinnehmen zu müssen.

Philipp Mundt, Verhandlungsführer der IG BCE: "In den vergangenen Wochen haben wir mit unseren Mitgliedern und Vertrauensleuten in den Betrieben ausführlich über die Forderungen diskutiert. Die Abfrage der wirtschaftlichen Situation in den einzelnen Betrieben hat uns noch mal bestätigt, dass die Entgeltforderung mit 6% zur guten wirtschaftlichen Lage der Betriebe passt. Mit der Verdoppelung des zusätzlichen Urlaubsgeldes stärken wir darüber hinaus vor allem die Einkommensentwicklung in den unteren Entgeltgruppen."

Die erste Verhandlung wird am 26. Februar 2019 in Wiesbaden stattfinden.

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