Tarifverträge

Tarifabschluss in der Kunststoffindustrie: 2,5 % mehr Entgelt und 200 € Corona-Sonderzahlung vereinbart!

Nach intensiven und mehrstündigen Verhandlungen hat die IG BCE mit dem Arbeitgeberverband eine Entgelterhöhung von 2,5 Prozent für die Beschäftigten der hessischen Kunststoffindustrie vereinbart.

Gestern Nacht war es so weit: In einer langen und intensiven ersten Verhandlungsrunde einigten sich IG BCE und Arbeitgeberverband. Das Ergebnis ist ein Tarifvertrag, der sich sehen lassen kann: Zum 1. April 2021 steigen die Vergütungen und Ausbildungsvergütungen um 1,1 Prozent und nochmal zum 1. Mai 2022 um weitere 1,4 Prozent. Ebenfalls vereinbart wurde eine Corona-Sonderzahlung in Höhe von 200 € sowie die tarifliche Aufstockung zum Kurzarbeitergeld auf 80 Prozent des Nettoentgeltes. Der Tarifvertrag läuft bis zum 31. Dezember 2022.

Mit der Verlängerung des Tarifvertrags „Zukunft durch Ausbildung“ haben die Tarifvertragsparteien ein deutliches Signal zur Fachkräftesicherung der Branche gegeben.

„Hinter uns liegen anstrengende und extrem harte Verhandlungen, die wir nun erfolgreich beendet haben“, sagt Verhandlungsführer Philipp Mundt. „Mit einer Erhöhung von 2,5 Prozent und der Zahlung einer Corona-Sonderzahlung in Höhe von 200 € als Anerkennung für das Engagement der Beschäftigten in der Corona-Pandemie ist uns ein guter Abschluss in besonders herausfordernden Zeiten gelungen.“

Die in 2017 erstmals vereinbarten und seitdem erfolgreich durchgeführten Sozialpartnerveranstaltungen werden in 2021 und 2022 fortgeführt.

Erläuterung Sozialpartnerveranstaltungen:
Die beiden Sozialpartner IG BCE und Arbeitgeberverband haben vereinbart, dass sie weiterhin gemeinsame Veranstaltungen während der Arbeitszeit anbieten wollen. Damit wollen sie das Bewusstsein für die Vorteile einer Tarifbindung stärken. Dafür können jedem Beschäftigten in den Jahren 2021 und 2022 insgesamt 16 Stunden zur Verfügung stehen. Konkret soll es bei den Veranstaltungen um Themen wie „Stärkung des Flächentarifvertrags“, „Förderung der Sozialpartnerschaft“ und „Gestaltung des demografischen Wandels“ gehen.

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