Tarifpolitik

Weit mehr als Prozente

Tarifpolitik zählt zu den Kernbereichen der gewerkschaftlichen Arbeit. Es geht um Geld und gute Arbeitsbedingungen – Tarifpolitik ist weit mehr als ein Poker um Prozente.

Astrid Rasner

Foto: Tarifpolitik
30.04.2015
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In vielen Bereichen ist die IG BCE vorangegangen, hat mit ihren Tarifverträgen und Abkommen Maßstäbe gesetzt. Dazu zählen in der jüngeren Vergangenheit beispielsweise der Vertrag „Zukunft durch Ausbildung“ oder das Förderprogramm „Start in den Beruf“ für benachteiligte Jugendliche. Mit dem umfassenden Vertragswerk „Lebensarbeitszeit und Demografie“ hat die IG BCE einen sozialpolitischen Meilenstein gesetzt.

Diese Erfolge haben sich nicht von allein eingestellt. Dahinter steckt eine Menge Arbeit - und die Kraft einer starken Gewerkschaft. Erfolge hängen nicht allein von guten Argumenten ab. Sondern auch von der Gestaltungs- und Durchsetzungsfähigkeit einer Gewerkschaft. Das gilt für die Tarifpolitik in besonderem Maße. Es ist eine alte Wahrheit, die sich immer wieder aufs Neue bestätigt: Je mehr wir sind, desto mehr können wir erreichen.

"Unser Ziel ist es, die Beschäftigten über die klassische Tarifpolitik hinaus an den Unternehmenserfolgen zu beteiligen. Darüber werden wir mit den Unternehmen und deren Verbänden reden. Zweitens brauchen wir unbedingt mehr Steuergerechtigkeit. Die Beschäftigten tragen da eine viel zu hohe Last, während beispielsweise Kapitaleinkünfte viel zu wenig zum Steueraufkommen beitragen. Drittens brauchen wir im rasanten Wandel der Arbeitswelt neue Möglichkeiten, die Arbeitsbedingungen so zu gestalten, dass die Menschen gesund und leistungsfähig die Rente erreichen (Ludwigshafener Rundschau: Interview mit Michael Vassiliadis)."

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