Gerechte Bezahlung für gute Leute

Kunststoffindustrie: IG BCE fordert 6 Prozent mehr Lohn, Vorteile für Gewerkschaftsmitglieder und eine Weiterentwicklung des Demografietarifvertrages

Um 6 Prozent sollen die Gehälter und die Ausbildungsvergütungen der rund 6000 Beschäftigten der kunststoffverarbeitenden Industrie in Hessen steigen. Mit dieser Forderung an die Arbeitgeber geht die Tarifkommission der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) in die nun eröffnete Tarifrunde.

21.02.2017
Artikel bewerten
Danke für die Bewertung
Ihre bereits abgegebene Bewertung wurde aktualisiert.

Die Gewerkschaft will zudem erreichen, dass es bestimmte Vorteile nur für Gewerkschaftsmitglieder gibt. Außerdem fordert sie, den Tarifvertrag „Demografie und Lebensarbeitszeit“ ähnlich dem in der chemischen Industrie weiterzuentwickeln. Dort stellt der Arbeitgeber einen Betrag in Höhe von 750 Euro pro Mitarbeiter zur Verfügung, über den er verschiedene Demografie-Instrumente wie zum Beispiel Langzeitkonten und Altersteilzeit finanziert. Im Bereich Kunststoff zahlt der Arbeitgeber dafür bislang nur 350 Euro.

„Die wirtschaftliche Lage in der Kunststoffindustrie ist gut“, sagt Verhandlungsführerin Anne Weinschenk. „Wir erwarten von den Arbeitgebern nun, dass sie die Beschäftigten an dieser Entwicklung einen gerechten Anteil haben lassen. Das Ergebnis dieser Tarifrunde muss eine deutliche Einkommenserhöhung sein.“

Die erste Verhandlung wird am 14. März 2017 in Wiesbaden stattfinden.

Nach oben