Treffen

Gleichberechtigt in die digitale Zukunft

Die Frauenarbeit im Landesbezirk auf eine gemeinsame Basis zu stellen: Darum ging es beim Netzwerktreffen der Bezirksfrauenausschüsse des Landesbezirks Hessen-Thüringen am 24. Februar 2018 in Fulda. 45 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen zu der Veranstaltung mit dem Titel „Digitalisierung der Arbeit aus der Perspektive der weiblichen Beschäftigten“.

Wolfgang Lenders

Netzwerktreffen Bezirksfrauenausschüsse 24.2.2018 45 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen zun Netzwerktreffen nach Fulda

Die Vorsitzende des Landesbezirksfrauenauschusses Marion Palme und der stellvertretende Landesbezirksleiter Osman Ulusoy, zuständig für die Personengruppe Frauen, begrüßten die Versammelten. Marion Palme berichtete von Projekten des Bundesfrauenausschusses. Landesbezirksleiter Volker Weber betonte in einem Grußwort die Wichtigkeit der Arbeit der Frauenausschüsse für das Gesamtbild der IG BCE in der Öffentlichkeit. Wichtig sei, die Frauenarbeit nicht als abgegrenzten Bereich zu sehen. „Die Themen müssen in die allgemeine Diskussion unserer Organisation mit einfließen.“ Marion Hackenthal, Leiterin der der Abteilung Frauen und Gleichstellung, rief die Frauen dazu auf, sich zu engagieren: „Wenn wir ein starkes Netzwerk haben wollen, brauchen wir starke Frauen in den Betriebsräten.“

Wolfgang Lenders

Netzwerktreffen Bezirksfrauenausschüsse 24.2.2018 Dr. Edelgard Kutzner
Dr. Edelgard Kutzner von der Sozialforschungsstelle der Technischen Universität Dortmund stellte den Stand der Forschung zu dem Thema vor. Die Digitalisierung werde gravierende Umbrüche für alle Arbeitsplätze bringen. „Das ist keine Entwicklung, der vornehmlich Männer ausgesetzt sind.“ Die Auswirkungen für Frauen können nach Aussage der Forscherin sowohl positiv als auch negativ sein. Wenn etwa Weiterbildung durch die Digitalisierung flexibler werde, könne das ein Vorteil für Frauen sein. Edelgard Kutzner hob hervor, dass das Geschlecht in der Arbeitswelt immer noch eine enorm große Rolle spielt. „Die meisten Arbeitsplätze, die ich mir angeschaut habe, sind entweder auf Männer oder auf Frauen zugeschnitten“, sagte sie. Entscheidend sei es, Prozess der Digitalisierung genau hinzuschauen, die unterschiedlichen Arbeitsplätze veränderten. „Wo kann ich mitgestalten, wo muss ich eingreifen“, sagte sie. „Man muss sich auf die Prozessebene einlassen.“ Sie betonte, dass die Digitalisierung nicht automatisch vonstatten gehe: „Ohne aktive Anpassung durch Unternehmen, Beschäftigte und Interessensvertretungen wird das nichts.“

Wolfgang Lenders

Netzwerktreffen Bezirksfrauenausschüsse 24.2.2018 45 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen zun Netzwerktreffen nach Fulda
Die Grundlage für eine gute Zusammenarbeit zu legen, stellten Vertreterinnen der Frauenausschüsse der einzelnen Bezirke jeweils ihren Ausschuss vor. Sie gingen auf spezielle Herausforderungen ein, präsentierten Schwerpunkte ihrer bisherigen Arbeit sprachen Themen an, denen sie sich in Zukunft beschäftigen wollen. In Workshops beschäftigten sich die Mitglieder der Ausschüsse dann schwerpunktmäßig mit dem Thema der Digitalisierung und sammelten Erfahrungen, wie sie bislang in ihrer Arbeit damit konfrontiert wurden.

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