GESUNDHEITSINDUSTRIE

IGH: Mehr Arzneimittel aus Europa!

Vertreter aus Wirtschaft und Forschung, die sich in der Initiative Gesundheitsindustrie Hessen (IGH) – in der auch die IG BCE Mitglied ist – engagieren, haben sich mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in einer Videokonferenz ausgetauscht. Zentral waren drei Punkte: Ein höheres Maß an Versorgungssicherheit zu ermöglichen, Forschung, Entwicklung und Produktion und damit die komplette Wertschöpfungskette vor Ort in Hessen und Europa sicherzustellen sowie den Dialog zwischen Politik und Gesundheitsindustrie anhand konkreter Fragestellungen zu verstetigen.

Stada

Arzneimittelproduktion bei Stada in Bad Vilbel Arzneimittelproduktion bei Stada in Bad Vilbel

Spahn unterstrich die Bedeutung einer starken Gesundheitsindustrie für ein gut funktionierendes und krisenfestes Gesundheitswesen. Zusammendenken von Gesundheit und Wirtschaft sei noch mehr erforderlich als vor der Krise.

Eingeladen zur Videokonferenz hatte der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier, Schirmherr der IGH. Er sprach sich dafür aus, die Abhängigkeit Europas von Arznei- und Wirkstoffimporten aus Drittstaaten zu verringern.

Deutschland droht im globalen sowie auch europäischen Wettbewerb zurückzufallen. Beispielhaft hierfür sind klinische Studien. Hier können einheitliche EU-weite Bedingungen, beschleunigte Genehmigungsverfahren, keine Sonderrolle lokaler Ethikkommissionen und eine bessere Ausbildung klinischer Forscher zu Verbesserungen führen. Hilfreich für eine erfolgreiche Forschung ist zudem die Überprüfung interner Prozesse beim GBA und zusätzlich  die europäische Nutzenbewertung voranzubringen.

Als ein prioritäres Thema für die deutsche EU-Ratspräsidentschaft sehen die Industrievertreter den European Health Data Space. Die Nutzung der Daten ist für die Industrie wichtig, um Innovation voranzutreiben. Auch der Patentschutz hat eine hohe Bedeutung für die forschende Industrie.

Ziel der IGH ist es sicherzustellen, dass Forschung und Entwicklung von Arzneimitteln vor Ort in Hessen und Europa stattfinden – und die Produktion. Die ganze Wertschöpfungskette vor Ort zu haben ist eine Grundvoraussetzung für die Stärke der regionalen Gesundheitsindustrie – für gute und sichere Arbeitsplätze.

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