Ausstieg aus EEG-Förderung

IG BCE und VhU begrüßen Beschluss der hessischen CDU, aus EEG-Förderung auszusteigen

Weber: „Energiewende darf nicht zulasten der Beschäftigten gehen!“
Bartholomäus: „Erneuerbare können alleine im Markt bestehen!“

Frankfurt am Main. Die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie Hessen-Thüringen (IG BCE) und die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) haben den Beschluss des Vorstands der hessischen CDU begrüßt, bis zum Ende der kommenden Legislaturperiode aus der EEG-Förderung für Neuanlagen auszusteigen.

IG BCE

Volker Weber Volker Weber
30.06.2017
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„Mit beinahe 7 Cent pro Kilowattstunde belastet die EEG-Umlage die Wettbewerbsfähigkeit vieler hessischer Unternehmen. Gleichzeitig hält der Netzausbau nicht Schritt, wodurch die Stromnetzentgelte immer weiter steigen. Das trifft Unternehmen hart und Arbeitnehmer sogar doppelt hart, denn jeder Euro für die Förderung erneuerbarer Energien muss von den Beschäftigten im Betrieb erst erwirtschaftet werden und belastet ihre Haushaltskasse über die Stromrechnung. Die Energiewende darf nicht zulasten der Beschäftigten gehen!“, sagte Volker Weber, Vorsitzender des IG BCE-Landesbezirks Hessen-Thüringen. „Nur ein Ende der neuen Subventionszusagen garantiert, dass die EEG-Umlage nicht immer weiter steigt.“

Peter Bartholomäus, Vorsitzender des VhU-Energieausschusses und Chef des Industrieparkbetreibers InfraServ Wiesbaden, lobte die Entscheidung: „Die CDU zeigt damit wieder wirtschaftliche Kompetenz in der Energiepolitik. Vom kleinen Bäcker bis zur Industrie erleiden schon heute viele Unternehmen in Hessen Wettbewerbsnachteile durch das EEG. Damit muss Schluss sein! Die jüngsten Ausschreibungen für Hochseewindparks haben gezeigt, dass erneuerbare Energien gar keine Subventionen mehr benötigen und alleine im Markt bestehen können."

InfraServ

Peter Bartholomäus Peter Bartholomäus

Der Landesvorstand der CDU Hessen hatte heute einen Antrag des Kreisverbandes Hersfeld-Rotenburg beschlossen, wonach sich die CDU Hessen und die hessischen Bundestagsabgeordneten auf Bundesebene dafür einsetzen sollten, dass künftig keine neuen Einspeisevergütungen für Ökostromanlagen mehr zugesagt werden, damit der Scheitelpunkt bei den Kosten tatsächlich erreicht wird.

Medienkontakte:

Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände
Dr. Ulrich Kirsch, Leiter Kommunikation und Presse
Telefon: 069 95808-150, E-Mail: ukirsch@vhu.de

IG BCE Landesbezirk Hessen-Thüringen
Anne Weinschenk, Landesbezirkssekretär
Telefon: 0611 988499-0, E-Mail: lb.hessen@igbce.de

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