Chemische Industrie

Neue Jobs bei der Werkfeuerwehr von Evonik

Bei der Werkfeuerwehr von Evonik in Darmstadt werden mehrere Arbeitnehmer zusätzlich eingestellt: Das ist das Ergebnis eines Prozesses zur Verbesserung der Arbeitssitua­tion, den der Betriebsrat, die Vertrauensleute und die IG BCE vorangetrieben haben. Anlass war eine große Unzufriedenheit, von der die Beschäftigten der Werkfeuerwehr von Evonik am Standort Darmstadt vor rund zwei Jahren den IG BCE-Vertrauensleuten berichteten. Nach ihrer Beobachtung musste häufig der Dienstplan geändert und Kollegen, die eigentlich frei hatten, zum Dienst gerufen werden. Dies habe sich nicht nur auf die Stimmung ausgewirkt, auch der Krankenstand sei in die Höhe gegangen.

Die Vertrauensleute und der Betriebsrat nahmen die Beschwerden der Beschäftigten auf und baten die IG BCE um Unterstützung. Gemeinsam organisierten sie regelmäßige Veranstaltungen, bei denen die Beschäftigten unter anderem über ihre Arbeitszei­ten, Arbeitsbereitschaft sowie Belastungen durch Probleme bei Urlaubs- und Dienstplanung sprachen. In Arbeitsgruppen beschäftigten sich Freiwillige mit den unterschiedlichen Problemfeldern. Mit Unterstützung der IG BCE analysierten sie den Dienstplan der Werkfeuerwehr.

Michael Reinhart, Fachsekretär für Gute Arbeit und Demografie im Landesbezirk Hessen-Thüringen und Jürgen Glaser, Leiter des Bezirks Darmstadt, analysierten die Ergebnisse der Gruppenarbeit. Unter anderem berechneten sie den Personalbedarf unter Berücksichtigung der behördlichen Auflagen für die Werksfeuerwehr, des Krankenstandes, der Altersfreizeiten sowie in Hinblick auf die Urlaubsplanung und die Planung der freien Dienste. Schnell wurde klar, dass neben einer Reihe von Optimierungen zusätzliches Personal nötig war, um die Situation zu verbessern.

Auf Basis der von der IG BCE entwickelten Szenarien konnte der Betriebsrat in Verhandlungen mit der Standortleitung herausarbeiten, welche Besetzung notwendig ist, damit die erforderliche Einsatzbereitschaft besteht. Gleichzeitig sollten die Belastungen für die Beschäftigten durch häufiges Tauschen der Dienste und gestrichene Dienste so weit wie möglich reduziert werden.

Als Ergebnis der Verhandlungen vereinbarten Betriebsrat und Unternehmen die Einstellung zusätzlicher Mitarbeiter. Weiterhin führt das Unternehmen einen neuens Schichtmodell Dienstplan ein und passt die Dienstordnung in Hinblick auf kurzfristiges Schichttauschen bei drohender Unterbesetzung, die Änderung der Urlaubsplanung und den Aufbau von Personal an.

Für die Beteiligten war das Projekt ein Erfolg auf der ganzen Linie „Er war möglich, weil Vertrauensleute, Betriebsrat und IG BCE eng und ausdauernd zusammengearbeitet haben“, sagt Michael Reinhart. „Entscheidend war dabei auch, dass wir den Kontakt zu den Kollegen vor Ort immer aufrechterhalten haben.“

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